Montag, 17. September 2012

Foreign companies in Libya in state of shock ?

Foreign companies are very sensitive when it comes to shootings, bombs and especially attacks or happenings in relation with their diplomatic representations. The recent events in Benghazi left many in mayhem and fear. As one person on Twitter wrote it
"Embassies are the last safe haven, a last retreat. If they are attacked, foreigners don't feel safe anymore"
As the protests continued in the Arab world, some companies decided to pull the safety strap and take a short leave back to their homebase, or are thinking of taking their staff temporarily out of Libya. No one who has been in Libya over the last year has decided to leave for good. But a temporarily break, or a long, or not so long, scheduled meeting of all their Libya staff in their home base is a solution some are taking. And US american companies: I think most of them have taken their staff out (anyhow, there were not so many who came back so far).
One person pointed out: "It doesn´t matter so much if foreign companies stay or leave, anyhow they did not have any contracts / work to do."
For most companes this applies, but dont forget that some companies are working already in the elctricity sector (without them, there would not be 2 hrs power cut a day, but 24hrs) and not to forget the oil sector.
In the short run: true, no problem - oil keeps flowing. But over the next few months or even years, production will drop sharply if service in the oil fields can not be done and no new fields can be explored. This is actualy the status for most exploring companies since 1 1/2 years.
Then, fewer income will be generated and the country might slip into chaos.
Already, not so many companies are "flocking" into Libya. And each and every incident leads to a darker picture of the security environment.
I keep a diary, and hardly any day passes without some minor or majour happening. For businesses to return, this must change.
New laws, such as the limitation of foreign ownership to 49% do not encourage companies either.
And of course, the Libyan government must be willing to let foreign companies come to Libya, hence awarding them contracts.
Now a new, elected government is in place. Businesses have the hope that they use their legitimacy to give them a basis for a return.

Kommentare:

  1. Herr Bachmann, wo ist Ihr Zweck-Optimismus hin ?

    Alle "think-tanks" haben das Problem, das letztlich die Revolten in Nordafrika und im arabischen Raum auslöste, offensichtlich noch immer nicht verstanden:
    Es ist die ungebremste Bevölkerungs-Entwicklung mit einer Jugend, die Beschäftigung und Einkommen braucht.

    Und wenn schon das ölreiche Libyen seine probleme nicht in den Griff bekommt, wie soll das erst in Tunesien oder Ägypten gelingen ?
    Der bevölkerungs-explosive Druck im Kessel wird unaufhörlich steigen und die "moderaten" Brotherhoods werden vom radikalen Islam unter Beschuss geraten.
    Dan heisst die mittlere Zukunft: Salafismus.

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    1. Hallo Roland,
      ich bin langfristig noch immer optimistisch, und das nicht wegen einem Zweck.
      Einen netten Ausspruch habe ich dazu auf Twitter gelesen:

      "Revolutions are by definition periods of upheaval. If you're going to lose hope after every setback, maybe this is not for you. Try yoga."

      Jetzt gibt es so einen Rückschlag. EInen heftigen. Aber, noch ist Polen nicht verloren.
      Libyen hat übrigens nicht diesen starken Bevölkerungsdruck und ist viel reicher, sprich könnte alle Probleme selbst in den Griff bekommen.
      Inshallah....

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    2. Hallo David Bachmann,
      einverstanden, Libyen hat eigentlich optimale Voraussetzungen, um sich wirtschaftlich zu entwickeln.
      Da aber auch hier die gewaltsamen Auseinandersetzungen letztlich (z.T. religiös verbrämte) Macht- und Verteilungskämpfe sind, wird man sehen.
      Tunesien, Libanon, Jordanien, Yemen... und Ägypten sind schon andere "Kaliber".
      Dass z.B. ein Mursi die Probleme eines immer noch stark wachsenden 80-Mio-Volkes in den Griff bekommen kann, scheint fast ausgeschlossen zu sein. Zumindest sind bis heute weder wirtschaftspolitische noch bevölkerungspolitische Visionen erkennbar. Und bei einem Scheitern stehen dann die radikalen Salafisten "ante portas". Diese werden u.a. versuchen, den zunehmenden inneren Druck einer solchen Gesellschaft nach außen hin abzuladen.
      Dann ist höchste Gefahr für die Ausländer im Land und (abgeschwächt) auch für uns im noch sicheren Europa.
      Prost Mahlzeit.

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  2. wir werden voraussichtlich im Dezember/Januar nach Tripolis fliegen. Wir versuchen erste Kontakte zu knüpfen für Schweizer Firmen, welche Interesse hätten in Libyen zu investieren oder Güter zu verkaufen. Wir werden uns in erster Linie mit dem medizinalen Sektor beschäftigen. Nun wäre es interessant zu hören, was momentan dringlichst benötigt wird in Libyen. Könnten Sie dies vielleicht einmal in einem Ihrer lesenswerten Blogposts erläutern? Vielleicht sieht man sich ja in Tripolis.

    Beste Grüsse

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    1. Einen Wirtschaftsdelegierten in ÖSTERREICHISCHEM Auftrag zu fragen, ob er was für eine angebliche SCHWEIZER Firma machen kann, war ganz schön fies - aber lustig.

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    2. es geht nicht darum, dass der österreichische wd einer schweizer firma helfen soll. ich habe weder nach kontaktdaten noch nach sonstigem gefragt. ich habe lediglich um eine persönliche einschätzung der groben bedarfslage aller wirtschaftlichen sektoren gebeten. so absurd erscheint mir dies nicht. und falls herr bachmann dies nicht möchte, so kann ich das absolut verstehen.

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    3. Hallo Schweizer,
      Hallo Roland,

      ich sehe das nicht so eng - wir leisten gerne Nachbarschaftshilfe. ... und vielleicht brauchen wir ja einmal Schweizer Hilfe in Form von ein paar Franken für ein Eurogeplagtes Land.
      Danke an beide jedenfalls für das Lesen des Blogs !
      Zu den Chancen: Der Gesundheitssektor ist sehr stark, aber der öffentliche Sektor ist schwer zu bedienen. Konsumgüter boomen seit ca 1/2 Jahr und alles mit dem Baus- und Infrastruktursektor im Zusammenhang stehende liegt derzeit auf Eis. Hier muss erst der Startschuss für die Forstezung der Projekte gegeben werden.
      Ein Sektor bei dem die Schweizer mit den ö sicherlich nicht konkurrieren ist Uhren: Es gab vor der Revolution drei Rolex Läden, alle geplündert und nun nicht mehr wirklich einsatzfähig. Die Kaufkraft wäre (wie bei vielem anderen) da.

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  3. vielen Danke .. Zum Thema, ich hoffe, mehr anzeigen

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