Sonntag, 13. Mai 2012

Spende der Europaklasse 3E Ursulinengymnasium Graz



Eigentlich sollte dieser Eintrag auf Englisch sein, denn in der Europaklasse 3E des Ursulinengymnasiums in Graz wird diese als Unterrichtssprache verwendet.
In dieser Klasse gibt es eine Schülerin, die nur knapp dem Flüchtlingstrauma entgangen ist. Bereits im Jahr 2010 durfte Kathi mit ihren Eltern das Wüstenparadies in geordnetem Rückzug verlassen. Das Mandat des Vaters, Bernhard Spreitzhofer, Niederlassungsleiter der Fa.Asamer, war in Libyen abgelaufen. Da half kein Wimmern und Jammern des Vaters, kein Verstecken in Tunnelsystemen, verschanzen in der Wüste, die Familie meinte: genug ist genug, und man zog nach Graz.
Dort verfolgten natürlich alle das Schicksal der jungen libyschen Demokratie und kamen dann auch den vielen Hilferufen nach: In der Klasse organisierte Kathi unter ihren MitschülerInnen eine Sammlung um dies Libyern in irgendeiner Art und Weise zugute kommen zu lassen. Stolze 300 Euro zwackten sich die SchülerInnen von ihrem Taschengeld ab. Ich hatte die Ehre vor wenigen Wochen in die Klasse zu einem Vortrag über Libyen eingeladen zu sein, das Geld entgegenzunehmen und es vergangene Woche Heidi Burkhardt, Generalsekretärin des Hilfswerk Austria International, in ihrem neuen "Libya Youth Center" zu übergeben (siehe auch Blogeintrag  http://wdintripolis.blogspot.com/2012/05/opening-of-libya-youth-center.html ).
Die libyschen Youngsters waren von der Aktion jedenfalls schwer angetan und konnten es kaum glauben, dass andere Kinder in ihrem Alter in Österreich an sie dachten.

Freitag, 11. Mai 2012

Debreziner !


Diese Wurst haben uns die Slowenen noch nicht "gestohlen". Denn um die Käsekrainer ist ja ein wilder Streit ausgebrochen. Also geniesst man eben in Tripolis jetzt andere Würste um nicht zwischen die Fronten zu geraten.
Und am liebsten im Haus eines österreichischen Niederlassungsleiters, der noch jede Menge abgelaufener (und sicherlich dutzende male abgetaut und wieder eingefroren) Würste sein eigen nennt. Das ist ja ganz praktisch: Man ruft an, wird eingeladen, und kurzerhand steht ein komplettes Debreziner Menü am Tisch. Der "Würstler" am Hof kann es nicht schöner machen. Zu beachten ist auch der Original "Mautner Markhof" Tafelkren und ein Pfefferoni Senf.
Da machen ein paar Wochen (oder Monate?) die die edlen Würstel abgelaufen sind, auch nichts.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Opening of Libya Youth Center


On May 8, over a year of hard work got rewarded: The Austrian energy group OMV financed a youth center for the treatment of traumatised children and youngsters. Hilfswerk Austria International, an NGO, was entrusted with implementing the project. Since a couple of weeks children have registered at the youth center and are trained by professional social workers.
Of course they also had a small performance during the official opening ceremony and it seems they all felt more than comfortable in their new environment.



Senior Vice-President David Lattin of OMV during the ceremony, Vice-Minister for Education, Dr.Khoja, and Secretary General of Hlfswerk Austria International, Dr.Heidi Burkhardt together cut the red ribbon.
It is indeed impressive, how, within only 6 months something real could be established. 

Montag, 7. Mai 2012

Tripoli-Djerba Adventure Rally


Although I am living in an exciting city, sometimes the need to go somewhere else comes up. If it should not be by plane, the closest other decent place (than Tripoli) is Djerba. 300km away, in former times doable in 3,5-4hrs. Ok, border/customs control could be adding another 1-2 hrs sometimes.
These days travel between the two "free" countries took us 6 hrs.
Some checkpoints on the way, although some do not look as such, like the last Libyan checkpoint before the border (see picture above).


And then of course some unexpected issues can always come up. In our case it was an argument of some people at the border. Exactly when we wanted to cross the border, the small booth housing the customs officials went on fire. So we had to push back and wait for some time, and then use another lane.


Coming back, traffic on the Tunisian side was simply unbearable. Dozens of trucks, waiting to be expected by Tunisian officials, blocking the road. Interestingly most of the goods transported were carpets (actually industrial carpets) from Libya. Second most spotted product: Bananas from Ecuador. Also coming from Libya.



Eventually, one makes his way past all the obstacles, goes through some Tunisian military checkpoints, and, Alhamdulilah, ends up in "Free Libya" (Libya al Hurra). The border checkpoint (see below) welcomes you friendly, and when you see cars driving on the wrong side of the road, you now you have finally made it to Libya.


Freitag, 4. Mai 2012

Lokalbeschilderung in Englisch


Jahrelanges lernen der arabischen Schriftzeichen hat sich vor der Revolution bezahlt gemacht, als es verboten war Geschäftsbeschilderung, Strassenschilder, Schriftstücke, also alles Schriftliche in irgendeiner anderen Sprache als dem Arabischen anzubringen.
Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, da man immer mehr Lokalbeschliderungen auch auf Englisch vorfindet. Da wird es dem Ausländer in Libyen doch etwas einfach gemacht finde ich. Das waren schon herausfordernde Zeiten früher und vor allem auch gut um die frisch erworbenen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden. Dabei hat sich die Gesetzeslage ja gar nicht geändert, aber, wo kein Kläger, da kein Richter.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Ankunft Tripolis


Zum Glück ist die Welt in Tripolis noch in Ordnung, da gibt es Anzeigetafeln die funktionieren und jede Menge Wasser aus Mekka (orangene Taschen im Hintergrund) die auf ihre Empfänger warten.
Die Einreise ist auch einfacher geworden, aber eigentlich nur deswegen, weil viel weniger Flugzeuge ankommen. Libyschen Fluglinien ist es derzeit nicht erlaubt nach Europa zu fliegen, die afrikanischen Ziele von Afriqiyah wurden auch eingestellt, somit ist das Verkehrsaufkommen bescheiden, wenn auch langsam wachsend. Seit dieser Woche fliegt auch British Airways wieder Tripolis aus London an. 

Dienstag, 1. Mai 2012

Flughafen Wien


Da dachte Stefan Mugitsch, auf dem Weg von Wien nach Tripolis, bereits er sei in Tripolis. Wo sonst gäbe es beim Gate einen Hinweis per Papier auf den richtigen Gate ? Aber nein, der Flughafen Wien steckt nun scheinbar all seine Ressourcen in den in Kürze zu eröffnenden neuen Terminal "Sky Link". Da darf es dann nicht wundern wenn im Zuge der Migration und Vorbereitung zur Eröffnung die Flugestinationen bereits zum neuen Terminal transferiert wurden. Sollen ja alle rechtezitig dort sein, bevor der 800 Millionen Terminal für die Passagiere geöffnet wird.
Aber blöd ist man nicht, denn die Passagiere sollen ja auch die letzten Wochen im alten Terminal noch ihren Weg finden, also behilft man sich eben der handgeschriebenen Version und klebt diese an den Bildschrm.