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Dienstag, 22. Januar 2013

Die Milka Kuh in Suarah


So ab und zu sollte man nach Suarah fahren. Einer Stadt, ca. 100km westlich von Tripolis. Und sei es nur um zu sehen, ob die Milka Kuh auch noch das Lebensmittelgeschäft bewacht, denn echte Kühe die nicht aus Libyen sind, wird es einige Zeit nicht geben. Hat die Veterinärbehörde doch jeglichen Lebendviehimport bis auf weiteres untersagt. Weshalb diese Massnahme eingeführt wurde weiss man nicht genau, aber ich nehme an bis zum nächsten Opferfest (im Jahr 2013 im Oktober) wird sich das schon wieder gelegt haben.
Dann braucht man nämlich tausende Schafe im Land.

Freitag, 11. Mai 2012

Debreziner !


Diese Wurst haben uns die Slowenen noch nicht "gestohlen". Denn um die Käsekrainer ist ja ein wilder Streit ausgebrochen. Also geniesst man eben in Tripolis jetzt andere Würste um nicht zwischen die Fronten zu geraten.
Und am liebsten im Haus eines österreichischen Niederlassungsleiters, der noch jede Menge abgelaufener (und sicherlich dutzende male abgetaut und wieder eingefroren) Würste sein eigen nennt. Das ist ja ganz praktisch: Man ruft an, wird eingeladen, und kurzerhand steht ein komplettes Debreziner Menü am Tisch. Der "Würstler" am Hof kann es nicht schöner machen. Zu beachten ist auch der Original "Mautner Markhof" Tafelkren und ein Pfefferoni Senf.
Da machen ein paar Wochen (oder Monate?) die die edlen Würstel abgelaufen sind, auch nichts.

Sonntag, 19. Februar 2012

Am Hammelmarkt von Tripolis


Ganz unweit des Zentrums von Tripolis entfernt, zwischen den beiden grossen Ausfallstrassen Ghargharesh und Gurji, befindet sich der Hammelmarkt von Tripolis.Wer ein frisches Schaf sein eigen nennen will, begibt sich hierher und kann auch am lebenden Objekt noch überprüfen ob das Tier auch gesund ist. Einmal ausgewählt übernehmen die Fleischer die Arbeit und zerlegen das Tier in seine Einzelteile.
Ist ganz gut, dass das alles beinander ist, denn so müssen die Schafe nicht in eine ungewisse Zukunft blicken und eventuelle zittern. Nein, sie wissen ganz genau was passiert, sind ja hautnah am Geschehen dabei.
Die Fleischer sind dann schon auch ab und zu erschöpft und begehen ab und zu ein kleines Nickerchen.
Das tun sie aber nur unter dem Spott ihrer Kollegen, denn die verabsäumten es nicht, mich darauf hinzuweisen, dass ich doch ihren "faulen" schlafenden Kollegen fotografieren solle.

Für ein europäisches Auge fast schon unerträglich sind die Zustände hier rund um das grosse Schlachtfest (Eid al Kebir) das dem Ramadan folgt. Dann sind die Strassen blutüberströmt und Schafe aufladende Autos blockieren die Strasse.
Derzeit herrscht übrigens Mangel an Schafsfleisch: Aus Bulgarien, Bosnien, Türkei, Rumänien werden derzeit grosse Mengen importiert.