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Dienstag, 19. März 2013

Tripoli Witness


I learned of Rana Jawad´s book early last year. I could not find it in Libya nor in Austria, so I ordered it through Amazon. It only took the short period of ten weeks from ordering it to its delivery, maybe they thought that time doesn´t matter in Libya ;-)
The book has two parts: At first a surprsingly long part (making up 3/4 of the book) about how life was in in Gadaffi´s Libya. From private life over how journalists were treated up to official events. I you only happen to come to Libya after the revolution, this is your "Dummy´s guide to Libya". For most of this part I could only nod my head and have sometimes a smile on my lips. Of course it also brought up many old memories about how life was at those times.
However, I must add one thing: Rana described the "Great Man Made River Project" as the "Great Man Made Boring", describing it as the most boring thing she had experienced in Libya.
I strongly believe that the whole project is an incredible piece of engineering work. Unseen anywhere in the world. Pumping desert water over thousands of kilometers, making the desert green, bringing water to the coast. Many experienced in late 2011 what the project meant when the water stopped flowing. At the same time I always felt, that from an economic as well as an environmental point of view, this project was completely crazy. A waste of ressources. An Austrian consultancy, entrusted the judge the whole project in 2010 could not believe what they encountered. Their assessment was that water would last only for another 70 years.
On a different note, I would like to add, Rana, that our neighbours Switzerland are not part of Northern Europe !
The second part, tells about the 6 months of the revolution in Tripoli. Interesting insight, however I would have loved to read more about that times. Especially the time after May 2011 is completely missing. I personally, having been in Tripoli end July 2011, found that this was the most fierce but also interesting time of the revolution. It was the time when Tripoli was half empty and you had a feeling of a belagered city while NATO bombs were falling day and night.
Finally I am missing a bit of "witness reports" of the residents of Tripoli. After reading the book, I feel like in Tripoli there were only revolutionaries and that everybody was waiting for the "zero hour". Hearing some reports from the other side would be equally interesting. But I guess the interviews for those people would have to be done in Tunisia these days.

Mittwoch, 30. Januar 2013

Journal Panorama Do.31.1.2013


Das Interesse an der Studentenkonferenz der diplomatischen Akademie war gross: Der Festsaal war bis auf den letzten Paltz gefüllt, im Panel an dem auch ich Teilnahme, mangelte es an Sesseln. Daran war sicherlich der MENA Experte Prof.Udo Steinbach "schuld".
Letzterer wiederholte seine These, dass es zu früh sei die Auswirkungen der Revolution abzuschätzen und es noch Jahre andauern würde bevor Stabilität in die Region komme. Es sei eben "Work in Progress".
Marek Cejka (auf dem Foto links) gab einen Überblick über die verschiedenen Gruppierungen der Islamisten im arabischen Frühling.

Wen das ganze Thema "Arabischer Frühling" und die Ergebnisse der Studentenkonferenz mehr interessiert, dem empfehle ich morgiges Journal Panorama:

Journal Panorama:

Folgt Winter auf den Frühling?
Der steinige Weg zur Demokratie in der arabischen Welt
Gestaltung: Ulla Ebner

http://oe1.orf.at/programm/327219

Und jetzt die schlechte Nachricht:
Ich komme im Journal Panorama auch vor....

Samstag, 27. Oktober 2012

Libyen Experten

Endlich sind einmal einige Libyen Experten an einem Ort versammelt. Grund war die Buch präsentation von Petra Ramsauers Buch "Mit Allah an die Macht". Details zu diesem lesenswerten Buch und eine Rezension von mir sind auf Goodreads unter Goodreads Ramsauer Rezension nachzulesen.
Aber wer sind die Libyen Experten? Da hätten wir neben der erwähnten Petra Ramsauer noch Wieland Schneider von der Presse (auf dem Bild rechts), der ebenfalls ein eigenes Libyen Buch geschrieben hat (Das Ende der Angst) oder beispielsweise Livia Klingl (links auf dem Bild), ehemalige Aussenpolitik Chefin des Kurier. Aber halt, nein, bei dem Vortrag hat sie sich dann eher als Kosovo Expertin bewiesen. Hat sie da nur den Vortragssaal verwechselt ? Oder gibt es da historisch gewachsene Bindungen ? Aber das soll ja schon einmal vorkommen, dass man Vorkomnisse in einem Land gerne mit jenem Land vergleicht bei dem man sich am besten auskennt. Kommt in den besten Familien schon einmal vor. Siehe Gudrun Harrer (eine weitere Libyen Expertin), deren "Cetero censeo" credo mit dem Irak eingeleitet wird.
Natürlich gibt es da noch jede Menge militärische Experten, oder jene unseres Innenministeriums (die dann einem geschulten Auge auch immer wieder bei Vorträgen ins Auge stechen), aber die dürfen ja weder sagen, dass sie anwesend sind, noch, dass sie Experten sind.

Dienstag, 17. Juli 2012

Mit Karim Gawhary bei der Arbeit II

Wenn eine Wahl bevorsteht, dann lässt sich auch der ORF (Österreichischer Rundfunk) nicht lumpen. Er schickt dann seinen Starkorrespondenten Karim Al Gowhary samt Team von Kairo nach Tripolis.
Aber ja nicht zulange bleiben dürfen sie, denn in Zeiten wo jedes Unternehmen Kosten und Zeit sparen muss, soll es dem ORF auch nicht besser gehen. Und das führt dann dazu, dass man Karim, Iris und Team kaum zu sehen bekommt. Zu intensiv ist man damit beschäftigt die Geschichten "in den Kasten zu bekommen".
Aber eines weiss ich, das Sparen liegt nicht daran, dass ich vielleicht "schwarzsehe", denn alle zwei Monate überweise ich 46,19 Euro dem ORF, damit ich auch im Ausland zwei Kanaele sehen darf und ab und zu dabei Karim zu sehen bekomme.
Und das bedeutet dann Stress. Wie bekommt man beispielsweise einen Bilhaj so schnell vor die Kamera zu einem Interview ? Da werden dann schon alle Kontakte angerufen und auch ich spannte zwei libysche Freund ein, die mir immer wieder von ihrer innigen Freundschaft zum "Eroberer von Tripolis" erzaehlten. Und dann endlich klappt es: Einer meiner Freunde ruft mich an und erzaehlt mit stolz und siegessicher er habe Bilhaj gerade erreicht, und dieser sagte zu die österreichischen Journalisten empfangen zu wollen ! Naja, ein halber Erfolg, denn Karim hatte erst zwei Stunden davor Bilhaj "in den Kasten bekommen". Einen halben Nervenzusammenbruch hat das Team bekommen, als man 500 MB Filmmaterial über Internet nach Wien spielen musste. Wer einmal libysches Internet kennengelernt hat, bekommt bereits beim Gedanken an das Unterfangen alle Ausschläge und Gemütszustände. Da hilft dann auch kein Hotel Wifi oder privates Netzwerk mehr. Bei mir versuchte man es dann noch einmal - aber bereits beim Verbindungsaufbau scheiterte das Projekt. Also blieb Iris und dem Kameramann nichts anderes übrig als den angebrochenen Abend bei tropischen Temperaturen in der Liege verstreichen zu lassen.

 Glücklicherweise war dann auch Heidi Burkhardt da, und so konnte Karim wenigstens die letzten weltweiten Hilfsaktionen des Hilfswerk Austria kennenlernen. Eines davon ist fürwahr spannend, es geht um Libanon und Syrien.