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Donnerstag, 23. Mai 2013

Alltag in Tripolis während einer Veranstaltung

So ein Tag in Tripolis kann schon spannend sein !
Aber fangen wir einmal langsam an, denn eigentlich begann dieser Tag arbeitsmäßig mit einem Anruf eines ehemaligen österreichischen Expats der auf Besuchsreise war.  Um 8 Uhr sollte ohnehin bereits jeder arbeitsbereit sein. Nach dem Gespräch ins Auto gesetzt und Richtung Hotel Corinthia fahren um die Teilnehmer der Marktsondierungsreise einzuklauben und zum ersten Gruppentermin beim allmächtigen Housing & Infrastructure Board zu bringen.
Ein Kollege begleitet die Gruppe, somit habe ich Zeit kurz auf der Messe zu nachzusehen ob die 16 Aussteller irgendetwas benötigen. Der Aushilfsfahrer Ahmed(*) ruft um 9.30 an um mir mit Grabesstimme zu sagen, dass er nicht kommen kann. Er habe ganz vergessen, dass seine Frau heute aus Saudi (Arabien) ankommt. Naja, was solls. Alternative suchen, und weiter gehts. Im Büro einmal ein paar emails beantworten, nichts aussergwöhnliches heute:
- einer Firma wird vorgeworfen, daß sie Lebensmittel Qualitätsstandards nicht erfüllt
- eine Firma weiß nicht ob sie in Misrata einen Auftrag annehmen kann, denn man findet keine Versicherung,
- und eine andere möchte ab Samstag nach Libyen kommen um österreichisches Schnittholz zu verkaufen, man ersucht um Unterstützung bei der Terminvorbereitung
Schnell noch Teller, Besteck und Getränke ins Auto geladen, und den Fahrer zu mir nach Hause geschickt (Vorbereitung für das Abendessen) und um 13h mit hechelnder Zunge beim Planungsministerium auftauchen.
Welche Pläne es in Libyen gibt, hoffen wir vom Planungsministerium zu erfahren. Aber das wäre ja doch ein wenig viel verlangt. Es liege an uns Vorschläge zu machen ! 13.000 Altverträge gäbe es. Und schon bald werde man mit allem wieder beginnen.
Wir verlassen das Ministerium, der Bigli (Sandsturm) ist mittlerweilen wirklich stark geworden. Man sieht nur wenige hunderte Meter, man spürt den Sand auf der Haut.
Bis zum nächsten Termin ist es noch 1,5h, also gehen wir in ein Cafe um dort zu warten.
Austrian Airlines ist zwischenzeitlich wegen des Sandstrums in Malta gelandet. Vier Teilnehmer, die bereits frueher zurückfliegen mussten, wurden am Flughafen auf den nächsten Flieger (Alitalia) vertröstet.
Der Vizeminister empfängt uns, sagt uns aber auch bald, man solle nicht so schwierige Fragen stellen, wie zB wann es wieder losgehen werde. Man werde beginnen, wenn die Zeit dafür gekommen ist
Nach dem Meeting um 17.30 hetze ich nach Hause, denn um 19h kommen die Gäste.
Um 18.30 tröpfeln die ersten sms und Anrufe ein, die für den Abend absagen:


Ein kleines Gefecht eben bei dem Lokale mit Angehörigen des Supreme Security council (SSC) mit RPGs (Rocket Propelled Granates) und Kalashnikov ein Kräftemessen veranstalten.
Auch der Botschafter sitzt fest, der Herd ist nur wenige hundert Meter von der Residenz entfent, zum Zeitounkt des Anrufes befindet er sich in Deckung, denn die größeren Dinger schwirren ihm gerade um die Uhren. Aber da sich bald herausstellt, dass das ganze "only small problem" ist und "will be over very soon", tröpfeln dann die Gäste langsam herein. Es gibt selbst professionelle Security vor der Tür, hereingelassen wird nur, wer auch wirklich etwas hier verloren hat.
Um 19.30 rufen die vier Österreicher an, die am Flughafen vergeblich den ganzen Nachmittag auf irgendeinen Flieger gewartet haben. Jetzt ist es traurige Gewißheit, "rien ne va plus", der nächste Flieger kommt wegen des Sandsturms frühestens am nächsten Tag.
Also besorgt man eben in einem wegen der Baumesse ausgebuchten Hotel Corinthia noch schnell drei Zimmer, und schickt den Fahrer zum Flughafen um sie abzuholen.
Nachdem die letzten Gäste um 2.30 das Haus verlassen haben, konnte auch der Hausherr dem Zirpen der libyschen Grillen lauschen.

(*): Name geändert

Montag, 20. Mai 2013

Austrian presence at Libya Build



Libya Build is by far the most professinal fair of the country.It is a pitty it is limited to the construction industry.
Austria wanted to participate at this fair already in 2011 , but then a small revolution came in between. However, this year we managed to motivate 16 companies to come to Libya and exhibit their products in hope for future business. Already three days before the fair opened, our pavillion was ready. To the complete surprise of my colleagues from Vienna.
So there we are, at Libya Build 2013. Very nicely located in hall number one, just some meters away from the main entrance.
We even brought famous "Johann Strauss", the father of Austrian Waltz, with us. Some people stop and ask who the guy is. Some even wnt to know if we still met him (the answer is "no", we are all, even together, to young for that).
If you are interested beforehand which Austrian companies are present, please visit the online catalogue under http://www.advantageaustria.org/ly/events/libya_build_2013.en.html

Ahlan wa sahlan !

Freitag, 19. April 2013

ABC - Austrian Breakfast Club


Ein Klassiker unter unseren Veranstaltungen ist der "ABC", der, "Austrian Business Circle", oder "Austrian Business Club". Dieser soll die Niederlassungsleiter vor Ort zu Informationsaustausch unt Networking zusammenführen. Diese Veranstaltungen werden weltweit abgehalten (denn österreichische Firmen gibt es per definitionem ja überall...), so auch in Tripolis, aber eben ein wenig abgeändert (ansonsten wäre es ja nicht Libyen).
So wurde vergangene Woche daraus der Austrian Breakfast Club, zu dem alle pünktlich um 08h morgens erschienen (ok, fast alle). Ehrengast war Heidi Burkhardt, Geschäftsführerin von Hilfswerk Austria International, der Hilfsorganisation, die das Kinder- und Jugendzentrum in Dahra als Projekt führt.
Bei österreichischen Säften und neuerdings auch Milch blieben einige bis zu Mittag. 

Montag, 18. März 2013

Easter Bbq at Franco´s


Euro crisis, austerity programme, elections, Beppe Grillo, Silvio Berlusconi, ...
When it comes to food, for an Italian all of that is forgotten. What really matters stands on the table. And when Franco Caparotti, born in Africa and having been in Libya for over two decades, calls for a barbecue, the whole "old" expat crowd arrives. A "new" expat from French Total feels stupid among all the Libya veterans, as she has been in the desert metropolis only for one year.
All of a sudden I also realised how many Italian nationals are back to Tripoli. Most of them work in oil and gas, but also transport, construction and some other fields of activities attract the spaghetti lovers.
With Franco one wonders only how he can maintain and even further reduce his weight with such a great cuisine.
There is only one explanation: It must be the very demanding and stressful job with an Austrian energy group in Libya.  

Mittwoch, 27. Februar 2013

Abdul Gerdschi


Na da schau Dir das einmal an:
Da kommt gestern der Josef Famler von der VAOS und bringt doch glatt einen neuen libyschen Geschäftspartner mit. So dachten wir zumindestens, als wir das erste mal hinsahen.  Es kam meinen Gästen und mir dann aber doch ein wenig eigenartig vor, dass er nahezu ohne Akzent deutsch sprach. Der Akzent stellte sich dann nicht als "arabisch" heraus, sondern war reinstes oberösterreicherisch.
Ist halt einfach jetzt gerade mega-in sich so einen Bart wachsen zu lassen. Dann noch ein wenig  von den Taten die man in der Revolution vollbracht hat, erzaehlen, und man ist dabei.
Und der "Gesuchte" ist ?
Also meine lieben Leser. Mal sehen wer ein echter Libyen Exprte ist ! Alle Antworten sind willkommen.

Samstag, 2. Februar 2013

Gulfood 2013, Dubai



Nice design, isn´t it ?
This is what you will get if you visit the Austrian pavillion at Gulfood 2013 in Dubai.
Clear, modern and surprisingly ingenious design paired with great companies from Austria.
Many Libyans travel to Dubai as local fairs do not cover all sectors.
If you plan to travel t the Gulf between 25-28 February, don´t miss to visit the Austrian exhibitors there:


Donnerstag, 31. Januar 2013

Deutscher Wirtschaftskreis in Tripolis

Ein erlauchter Kreis: Die Niederlassungsleiter, Vorstandsvorsitzenden, General Manager, DirektorInnen von deutschen Unternehmen in Libyen.
Organisiert von der Deutschen Botschaft und unter der professionellen Leitung des stv.Deutschen Botschafters, Marc Eichhorn trifft man sich regelmäßig zum Informations- und Gedankenaustausch. 15.30 war angesagt, und das hieß dann auch dass um 15.35 alle vollzählig da waren und pünktlich angefangen wurde. Nicht so wie bei unserer Version, dem Austrian Business Circle (äähh - ja, englisch, aber irgendwer in der EU muss die Briten ja bei Laune halten...) wo ein Oberösterreicher wegen viel Verkehr, ein Steirer wegen einer Not-Operation oder eine Vorarlbergerin wegen einer Diskussion mit einer Mutter zu spät kommen. Hier zählt Ordnung und Pünktlichkeit, da können wir aus dem südlichen Nachbarland (einige würden sagen: vom Balkan) nur hinweinen.
Aber davor galt es noch ein kleines Hidnernis zu überwinden, denn im 3.Stock des Hotels wollte der Lift nicht mehr weiterfahren. Glücklicherweise war die Sales Managerin des Hotels auch im Lift (gemeinsam mit zwei deutschen Firmenchefs und dem Leibwächter einer der beiden). So wussten wir dann bereits nach wenigen Minuten, das der Techniker gerade nicht im Hotel war.
War ja auch nicht weiter tragisch, denn der Notruf im Lift funktionierte, und die freundliche Stimme am anderen Ende sagte uns immer wieder, dass man ruhig bleiben solle und ob man etas benötige.
Schon bald war klar, dass "somebody called somebody to help".
Diese Aussage bewegte den Leibwächter des deutschen Managers dazu, zur Lifttüre zu schreiten und unter Protest der Hotelmanagerin diese mit seinen Armen aufzumachen. Das wirkte so, als ob er er gerade im Fitnesscenter an einer Maschine mit 100kg arbeiten würde. Der Lift war genau bei einem Stockwerk stehengeblieben, so konnten wir unter einem trockenen "ich trainiere auch täglich" aussteigen.

Aber zurück zum Wirtschaftskreis: Als Ehrengast durfte ich meinen Teil zum besten geben, eingebettet in ein umfassendes sonstiges Informationsangebot der Deutschen Botschaft das von Sicherheit über Visa bis zu Wirtschaft alles abdeckte.
Und gekommen waren sie alle: Vom Afrika Verein über Deutsche Schule über Lufthansa bis zur Wintershall. Ah, nein, fast alle, denn STRABAG fehlte. Aaahh, vergessen, die sind ja ein österreichisches Unternehmen (ok, ein wenig russich auch, aber die Konzernzentrale ist ja in Österreich. Uiii, jetzt bekomm ich hoffentlich nicht wieder ein e-mail von der Presseabteilung in Wien...).
Bei solch geballter Frauen- und Männerkraft (muss man ja heute genau aufpassen was man da so schreibt) und intensivem Hirnschmalz war nach zwei Stunden intensivem Arbeiten alles abgearbeitet.

Mein Dank gilt der deutschen Botschaft für die Einladung !


Donnerstag, 24. Januar 2013

"Fully Booked"


This is the first time something like that happens to me. So far I also don´t know any other colleague who has had a similar experience: Our trade mission to Libya in February is fully booked. Already one week ahead of the  deadline we had to close the registration. For administrative and security reasons it is not possible to handle more than 25 companies (meaning around 40 people).
During the last week I had to decline another approx. 20 companies who wanted to participate. They have to be faster nest time (in November). Sorry guys...
Libya is hot !

Freitag, 18. Januar 2013

Bilfinger Berger, MSEC

Bilfinger Berger, eine der größten europäischen Baufirmen hat auch in Libyen eine lange und bewegte Geschichte. Im Camp, unweit der Swani Road, tümmelten sich einmal hunderte Facharbeiter, Ingenieure, Elektriker, Köche, uvm. Man war weitgehend autark, fast schon so wie die Chinesen, die selbst ihre Konservendosen eingeflogen haben.
Die Einfahrt zu Bilfinger in Libyen, oder besser gesagt "Mediterranean Sea Engineering and Construction" wie das Joint Venture mit dem libyschen Partner heisst lässt die glanzvollen Zeiten noch erahnen.

... und wen findet man dort?
Echte Libyen Kenner hätten jetzt wahrscheinlich gar nicht das Bild links ansehen müssen um "Traugott Spiegelhalter" zu nennen. Wenn er sich auf englisch vorstellen muss, dann ist das eben "Trustingod Mirrorholder".
Ehrenbürger von Benghazi sei er geworden, wegen seiner Verdienste. Und deshalb trägt er auch die Benghazische Kluft anlässlich seines Geburtstages.
Er möchte auch jene Lügen strafen die da behaupten er hätte es mit dem Alkohol.
Nein, Wasser Marke "Safi" (nicht Salafi...) ist er zugesprochen. Das schmeckt ihm auch ausgezeichnet und hält ihn jung und frisch.

Ich sage ihm: "Traugott, das nehme ich Dir nicht ab", aber Traugott lässt mich einen Blick in die allerheiligsten Verstecke, den Eisschrank, werfen. Und siehe da: Von oben bis unten gefüllt mit Softdrinks aller Marken und Arten.
Da bleibt kein Auge trocken,und für gute Laune bei Traugotts Geburtstagsfeier ist gesorgt.
Ingrid, Traugotts Frau hat köstlich gekocht, mitunter auch unter erschwerten Bedingungen jene Lebensmittel herangekarrt die sonst schwer erhaeltlich sind.
Und wenn man einmal im Hause Spiegelhalter zuviel Zuckerwasser getrunken hat, bleibt noch immer der Gang in den Fitnessraum.

Montag, 14. Januar 2013

From the Arab Spring to Democracy, 25.1.2013, Wien


Wie hat es ein netter Kollege aus einem Nachbarland so schön formuliert:
"Da erhalte ich eine Einladung zu einer tollen Veranstaltung in Wien, organisiert von der Diplomatischen Akademie, und dann sehe ich, dass Du dort vortragen wirst."
Naja, man kann eben nicht alles haben. Aber am 25.1. könnte man viel zum Thema arabischer Frühling hören.
Beispielsweise Udo Steinbach, renommierter Kenner und Analyst des politischen Islams, oder Gudrun Harrer (nein, sie muss ich jetzt nicht weiter vorstellen oder ?), Michael Reinprecht, Leiter von Euromed in Brüssel, Aloisia Wörgetter, Botschafterin in Algerien, Arno Dettlinger, alter Libyen Haudegen der OMV und, und, und....
... ja und eben ich. Was soll ich sagen: Kommen Sie und hören Sie was all die Experten zu sagen haben. Jetzt könnten Sie sagen: Na wenn der Bachmann dort ist, müsste er uns etwas zahlen, damit wir kommen. Ich gebe Ihnen Recht.
Und deshalb erhalten diejenigen die dieser Meinung sind und dennoch nicht zurückschrecken zur Veranstaltung zu kommen 1/16 (denn es sind 16 Vortragende) der ermässigten Eintrittskarte von mir zurück (um Missverständnisse zu vermeiden: macht 0,5 EUR).
Also, viel Spass dann, vielleicht sehe ich einige ja am 25.Januar!

Freitag, 11. Januar 2013

IMC Krems, Islamic Banking

In one of its last session, the GNC has decided to introduce Islamic Banking in Libya, meaning also that there will be no interests charged for loans. WOnderful, isnt it ? In the Gadaffi era, the Sharia was also basis for the state, but it was not really applied.
The new measure shall be introduced as of 1 January 2015 (source: The Libya Report).
Did you ever wonder how this can work in real life ?
Or do you need to take out loans in Libya ?
Then the IMC Krems (University of Applied Sciences) has the right seminar for you:
From 29 February to 2 March you will be taught the relevant techniques and knowledge to operate in countries that apply Islamic Banking.
If you are interesting in more information, pls. follow the link:



http://www.fh-krems.ac.at/de/aktuelles/veranstaltungen/event/islamic-banking-and-finance-course/

Freitag, 4. Januar 2013

Nahost Forum Krems

 Im alten Jahr gab es auch noch einen Vortrag in der IMC FH Krems. Organisiert vom Kremser Nahost Forum unter der Führung von Mag.Ulrich Mayer.
Selbiger moderierte die Veranstaltung in den altehrwürdigen Hallen der Alma Mater der Donau-Stadt.
Worum es ging ? Schwer zu erraten, um Libyen natürlich. War auch schon wieder einige Zeit her, dass ich den letzten Vortrag gehalten habe. Die Zeiten wo man mehrmals / Woche das beste zu Libyen vortragen muss sind (zum Glück) vorbei.


Dann gab es auch noch das Familienphoto mit Mitgliedern des Kremser Nahost Forums (Alexander egele, Ulrich Mayer und Norbert Hoffmann) und Universitätsprofessoren (Prof.Weissenbäck und Mag.Kormann).

Wen die Aktivitäten des Kremser Nahost Forums interessieren, der findet nähere Informationen unter
www.nahost-forum.eu 

Sonntag, 23. Dezember 2012

Weihnachts Punsch im AC Tripolis


Da darf man sich schon geehrt fühlen wenn die gesamte OMV Truppe (Management Team) zum Weihnachts Empfang des AC Tripolis einreitet. Ok, ok, eine Person fehlt, aber er ist gut begründet entschuldigt ;-)
Ansonsten darf man sich als OMV Manager ja nicht so einfach ausserhalb des Büros oder des gesichterten Camps bewegen. Da sorgen dann auch Begleitpersonen dafür, dass dies eingehalten wird. Es soll bereits Fluchtversuche gegeben haben, aber dem wachsamen Auge des Sicherheitspersonals entgeht nichts. Verdächtige ansammlungen von OMV Mitarbeitern werden sofort aufeglöst und es soll auch den ein oder anderen Unterläufer geben, der über geplante Aktivitäten berichtet.
Besonders hartnäckige Fälle werden für zwei Wochenenden in Palm City behalten.
Somit darf ich den Weihnachtspunsch als "Business Essential" einstufen, ist ja auch kein Wunder, wenn sich die Creme de la Creme der österreichischen Wirtschaftstreibenden einfindet.
Zu trinken gab es natürlich österreichische "Säfte"...


Donnerstag, 20. Dezember 2012

OMV Krampus in Tripoli

Luckily some things don´t change. Mainly if some persons keep old and well established traditions. One of these traditions is the OMV Xmas / Nikolo invitation.
By tradition, Franco Caparotti of OMV comes as "Nikolo" or "Krampus" and gives out presents to persons who have deserved it during the year.
Unfortunately the OMV guest house in Regatta has not been available for this event in 2012, so it was held in a smaller setup.
However, I heard that 2013 will see the return of the BIG Krampus party.  

Sonntag, 9. Dezember 2012

Corinthia vs Radisson Blu in Tripoli


Interestingly, when it comes to hotels with international standards, Tripoli can offer only two of such kind:
The Corinthia Bab Africa hotel and the Radisson Blu. Of course, if you ask the management of either hotel, then the reply must be "There is only on hotel fulfilling international standards".
For me, it is still an open battle. At the beginning of the economic boom (2006/7), Corinthia was the only top end hotel in town. That´s also why they could charge rates of 350 EUR and above. No discount. For anybody. However, as of 2010 other hotels entered the market: Intercontinental with the Waddan, Rixos (Al Nasr), Four Points by Sheraton Hai Andalus and of course Radisson Blu Mahari. Oh, I nearly forgot, Mariott also opened a hotel. Actually it was opened on 17 February 2011. Great day for a grand opening. Too sad it was closed the next day again. I dont want to give a Tripoli hotel history lecture here, but rather compare the two only remaining int´l hotels in town:
When it comes to price, Radisson is up by at least 10-20% over Corinthia. However, I consider amenities more or less the same. In both hotels you have gyms, spas, outdoor pools, restaurants, etc. Radisson claims to have the best Italian restaurant in town (I must admit, it is good...) while Corinthia has the largest buffet style lunch and dinner (and a brunch at weekends). From the location it depends what you need to do. Traffic has become a nightmare and both hotels are equally convenient located. However, Corinthia definitely does have better parking facilities. If you have an appointment in Radisson, you rather go by Taxi, or you have to take the car with you inside the lobby.
During the sunny months, Radisson has a nicer atmosphere, sitting on its terrace either overlooking the pool (in the restaurant) or just having the chillout feeling on the outside terrace in the coffee shop. But this was not always like this, as it opened only 2010 after a complete refurbishment of the old Mahari hotel.
And the future ?
Well, lets see: Two days ago I was attending the handover ceremony from the current Marketing & Sales Manager, Unay Turkoz and his succesor Silvia Jurecka (see also photo). Listening to the words of the Director Generall of Radisson, Silvia shall continue the succesful way of her predecessor who started in Libya over a year ago.
I wish her good luck.
She will need it. 

Sonntag, 25. November 2012

Presentation and discussion at "Kremser Nahost Forum"


For the Libyans in Austria among you, my dear readers, meaning those who have a Libyan way of live and decide on a rather short notice how the daily schedule looks like, there might be something in for you today:
Tomorrow at 5 PM there will be a "Kremser Nahost Forum" lecture and discussion on Libya "Libya, the richest economy in Africa in transformation"
Details to be found on:
http://www.nahost-forum.eu/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=9&Itemid=12

Freitag, 2. November 2012

Austrian National Day


 Finally we could celebrate our national day. Actually it is on 26 October, but on that day Eid Kebir was celebrated in Libya, so it had to be done on another date.
Last thursday Ambassador Hörlberger and his wife invited approx. 200 persons to the Mahari Hotel Radisson in Tripoli.
And many followed the invitation, making it a memorable evening.




However, first we needed to get over the obstacle of getting the flag right. It needed some explanation how to put it.
Maybe after "Felix" jumped from outer space, hotel staff thought that our national "bird", the eagle, also had to be upside down. "Same same like Felix".
Luckily I could convince them that not all of us come upside down.





 Asma Khalifa, from the Libya Youth Center acted as our translator - not the first time. And as usual, she did a very nice job.
Oh, yes, the strapline for our national day was being "surprisingly ingenious" - the new slogan for our foreign trade organisation "Advantageaustria" (www.advantageaustria.org)





We sould not miss out on Austrian sweets. Generous support of Austrian companies that export their products to Libya, such as: Manner, Rauch, Spitz, Pago, Pfanner, Red Bull made it possible that guests could taste a wide variety of products.





We felt especially honored that many high level politicians such as outgoing Ministers Hamroush (Health) and Tarbel (Youth and Sports), on picture, or new Ministers (such as Abdulaziz) and Members of Parliament attended our national day.
Also remarkable is the fact that so many Libyans attended. During the last few years this group was a minority. And most of the people who came were already known, because they attended all national days and were either very close to the regime, or reporting in one way or the other.



Dienstag, 30. Oktober 2012

30 Jahre VAMED

Wenn man 30 Jahre ein Unternehmen gut über die Runden gebracht hat, darf man schon einmal feiern. Und dann darf man auch schon einmal patzen, und nicht kleckern.
So geschehen, als vor einer guten Woche Ernst Wastler, seines Zeichens Vorstandsvorsitzender der VAMED AG, in die (ebenfalls von VAMED renoviert und betriebenen) Therme Wien nach Oberlaa geladen hat.
Alle waren sie gekommen: Minister, Vorstände, Aufsichtsräte, Ärzte, Interessensvertreter - einfach einmal so alles was unsere Alpenrepublik so zu bieten hat.
Ach ja - und ein Wirtschaftsdelegierter. Um falschen Gerüchten gleich in Zeiten von Untersuchungsausschüssen vorzubeugen: Das Flugticket von Libyen nach Wien habe ich selber gezahlt.
Bereits beim Eingang wurde mir bewußt, wieso gerade jemand aus Libyen eingeladen wurde (ich): Tripolis war und ist  für die VAMED einfach ein wichtiges Pflaster. Das sah man bereits beim Empfang, wo neben Wien, Peking und Bogota, auch die Uhr von Tripolis hang. Und eine Wohltat: Endlich eine Firma die wußte, dass man Tripolis mit einem s am Schluß schreibt. Andere Unternehmen, wie beispielsweise Austrian Airlines, wehren sich ja in der deutschen Version der Mittelmeermetropole beharrlich gegen das s, und so lassen dann auch Kabinenpersonal das s weg, sodass man glauben könnte, es sei ob eines lispelnden Sprachfehlers, den die Piloten zu verbergen suchen.
Aber zurück zur VAMED.  Es folgten Ansprachen von Gesundheitsminister, Aufsuchtsratvorsitzenden, Wirtschaftsminister, WKÖ Präsident, AK Präsident, und, und und...
Dazwischen immer wieder hochklassige Musik/Tanzeinlagen.
Über Einspielungen gratulierten alle Landeshauptleute, ja selbst unser Bundespräsident.
Fehlen durfte auch nicht der Vizekanzler. Der war ja für Libyen und VAMED sehr wichtig. In seiner Rede erwaehnte er, dass das Spital in Libyen (Tripoli Medical Center), das von der VAMED betrieben wird, das größte in Nordafrika sei, und auch während der gesamten Zeit der Revolution keinen einzigen Tag geschlossen war (hmmm, ob dies am 20/21/22 August 2011 auch so der Fall war bezweifle ich ein wenig, aber man darf jetzt nicht kleinlich sein, ist fürwahr eine Leistung). Schön auch den Einsatz von Politikern bei Auslandsreisen zu sehen, denn anlässlich des Besuchs des Vizekanzlers und Aussenministers in Tripolis am 9.10.2011, so erzaehlte er weiter, wurde auch der Übergangsregierung abgerungen, dass der VAMED alle ausständigen Zahlungen beglichen werden. Wie ich an diesem Abend erfuhr, stand man von libyscher Seite zu diesem Versprechen. Gratuliere ! Das würden sich manch andere österreichische Firmen nur wünschen.
Aber vielleicht gibt es ja eine Wiederholung !

Gratulation VAMED zu diesem wirklich gelungenen Event.
Setzt Maßstäbe.

Samstag, 27. Oktober 2012

Libyen Experten

Endlich sind einmal einige Libyen Experten an einem Ort versammelt. Grund war die Buch präsentation von Petra Ramsauers Buch "Mit Allah an die Macht". Details zu diesem lesenswerten Buch und eine Rezension von mir sind auf Goodreads unter Goodreads Ramsauer Rezension nachzulesen.
Aber wer sind die Libyen Experten? Da hätten wir neben der erwähnten Petra Ramsauer noch Wieland Schneider von der Presse (auf dem Bild rechts), der ebenfalls ein eigenes Libyen Buch geschrieben hat (Das Ende der Angst) oder beispielsweise Livia Klingl (links auf dem Bild), ehemalige Aussenpolitik Chefin des Kurier. Aber halt, nein, bei dem Vortrag hat sie sich dann eher als Kosovo Expertin bewiesen. Hat sie da nur den Vortragssaal verwechselt ? Oder gibt es da historisch gewachsene Bindungen ? Aber das soll ja schon einmal vorkommen, dass man Vorkomnisse in einem Land gerne mit jenem Land vergleicht bei dem man sich am besten auskennt. Kommt in den besten Familien schon einmal vor. Siehe Gudrun Harrer (eine weitere Libyen Expertin), deren "Cetero censeo" credo mit dem Irak eingeleitet wird.
Natürlich gibt es da noch jede Menge militärische Experten, oder jene unseres Innenministeriums (die dann einem geschulten Auge auch immer wieder bei Vorträgen ins Auge stechen), aber die dürfen ja weder sagen, dass sie anwesend sind, noch, dass sie Experten sind.